Desinformation im Kontext der US Wahl 2016

Propaganda, Fake-News und das postfaktische Zeitalter sind in aller Munde. Im aktuellen Sammelbandbeitrag zu Propaganda als außenpolitische Herausforderung habe ich mir den Hack der Demokratischen Partei in den USA 2016 einmal genauer angesehen. Als konzeptionelle Grundlage für die Analyse verwende ich Desinformation  als Konzept sogenannter „Aktiver Maßnahmen“, wie der ehemaligen KGB-Defektors Ladislav Bittman sie theoretisiert hat. Ich schaue, wie sich der KGB Zyklus zur Erstellung von Desinformation am aktuellen Fall anwenden lässt. Die Diagnose ist, dass sich altbewährte Prinzipien von Desinformation heute leichter anwenden lassen, da sie durch das Internet leichter skalieren und somit mehr Nutzer erreichen als im Kalten Krieg. Die grundsätzlichen Techniken und Prinzipien sind aber die gleichen. Desinformation ist dabei nichts anderes als eine destruktive Diskurstheorie, die auf die Vernichtung von etablierten Deutungsmustern sowie des gesamten Diskurses abzielt.

Schulze, M. (2018), Hack, Leak, Amplify. Die Wirkungsweise von Cyber- Operationen und Desinformationen im Kontext der US Präsidentschaftswahlen 2016, in: Oppelland, T., Propaganda als (neue) außen- und sicherheitspolitische Herausforderung, Schriften des Hellmuth-Loening-Zentrum für Staatswissenschaften Jena, Band 24. (Link)

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